Emile Robin – Bau im Maßstab 1:33 (Stand: 23.02.2026)

Emile Robin mit dem roten Kreuz von 1989 - 1994

 

MRB 20 "Emile Robin" wurde 1989 von der Nordseewerft in Ringkøbing, Dänemark, ausgeliefert. Das Rettungsboot wurde nach dem Pariser Kaufmann Emile Die MRB 20 Emile Robin wurde 1989 von der Nordseewerft in Ringkøbing (Dänemark) gebaut und bis 1994 mit dem roten Kreuz gefahren. Benannt ist sie nach dem Pariser Kaufmann und Philanthropen Emile Robin, einem der bedeutendsten Unterstützer des dänischen Rettungsdienstes. Heute ist das Schiff in Hvide Sande stationiert.

Ich baue die Version mit dem historischen roten Kreuz – eine Variante, die dem Bausatz erfreulicherweise beiliegt.      Der Bausatz wir von mir nur als Grundlage für ein Größeres Modell im M 1:20 verwendet.

 

Erster Eindruck des Bausatzes

Der Bausatz bietet eine solide Grundlage, weist aber typische Schwächen auf:

  • Die farbige Bauanleitung ist hilfreich, jedoch kontrastarm – besonders bei weißen Teilen auf hellem Hintergrund.

  • Der Generalplan liegt nur in Schwarz/Weiß vor und ist für meinen Bau kaum relevant, da ich mich eng am Original orientiere.

  • Eine Beschreibung der Bauschritte fehlt komplett.

  • Die Sperrholzteile sind nicht nummeriert, was das Arbeiten unnötig erschwert.

Um effizienter zu arbeiten, habe ich sämtliche Holzteile auf der Rückseite mit Bleistift markiert.

 

Modifikationen und Eigenkonstruktionen

Da ich Wert auf ein möglichst originalgetreues Modell lege, ersetze ich viele Bausatzteile durch eigene Konstruktionen:

Innenausbau & Rumpf

  • Der komplette Innenausbau entsteht im 3D‑Druck, statt aus den wenigen beiliegenden Holzteilen.

  • Die Rudereinfassung und die beiden Stabilisatoren habe ich dem Original nachempfunden und aus ABS bzw. 3D‑Druck gefertigt.

  • Die Wellenanlage (M4) wurde überarbeitet (es wurde die vom Bausatz verwendet):

    • Schmierrohr Ø4 hart eingelötet

    • Stevenrohr im 3D‑gedruckten Glockenflansch eingeklebt

Antrieb & Technik

  • Zwei 540‑Brush‑Motoren mit 45 Turns und 60‑A‑Reglern (aus meinem Bestand).

  • Zusätzlich ein QSR‑Wasserstrahlantrieb aus eigenen 3D‑Druckteilen; der Motor stammt aus einem elektrischen Brieföffner – funktioniert hervorragend.

  • Überarbeitung des gesamten Elektroplans nach Einbau des Beier MSM‑1 Mini‑Soundmoduls.

  • Erstellung eines vollständigen Senderbelegungsplans.

3D‑Druckteile & Ergänzungen

 

  • Konstruktion zahlreicher Bauteile mit DesignSpark Mechanical 6.0.3.

  • Ankerwinde und Schleppwinde basieren auf Plänen von Segelohr/Rudolf (RC‑Modellbau‑Schiffe Forum) und wurden komplett im 3D‑Druck umgesetzt.

  • Weitere Bauteile wie Abgaskamin, Mittelmast und Aufbauelemente sind in Planung.

 

Aktueller Stand & Ausblick

Derzeit arbeite ich an Feinschliff und Konstruktion weiterer 3D‑Teile. Bevor das Deck verklebt wird, verlege ich sämtliche elektrischen Komponenten und Kabel (außer der Beleuchtung im Aufbau).

Sobald mein Anycubic Kobra X geliefert wird (voraussichtlich 5.–15. März 2026), beginne ich mit:

  • der Konstruktion der Schleppwinde und weiterer Aufbauteile

  • einem komplett neuen Plan der Emile Robin im Maßstab 1:33

  • der Ergänzung aller fehlenden oder abweichenden Details gegenüber dem Original

    • z. B. höherer Mittelmast

    • seitliche Einbuchtungen (rechts 3, links 2)

  • anschließend erstelle ich einen detaillierten Plan in M 1:20 mit Spantenriss, um mehr Funktionen realisieren zu können (Scheibenwischer, funktionierende Winden usw.)